Die Rehkeule oder den frisch gefangenen Zander mal so würzen, wie es unsere Vorfahren schon vor Jahrtausenden getan haben? Kein Ding! Die Rohstoffe dazu gibt es kostenlos auf fast jeder Wiese.
Europaweit gehört Deutschland zu den absoluten Schlusslichtern, wenn es um die Wertschätzung von Lebensmitteln geht. Nur in Irland und Luxemburg gibt man weniger für Essen aus. Dass Billiges meist nicht gut ist, weiß jeder, der gerne selbst kocht. Was in Discountern angeboten wird, wurde mit einer Menge Technologie und Chemie oft gerade so verkehrsfähig gemacht. Deutschland steht mit dem Verbrauch von 1,7 Millionen Tonnen Fertiglebensmitteln jährlich mit dem zweiten Platz fast an der Spitze des europaweiten Vergleichs.
Zu Fertiglebensmitteln gehören aber nicht nur das TV-Dinner für die Mikrowelle, sondern auch mariniertes Fleisch, Instantsoßen und Würzmischungen. Mit Massen von Geschmacksverstärkern, Zucker, Zusatzstoffen und Salz wird die mangelnde Qualität der Ausgangsware nicht nur verdeckt – die Lebensmittel, die gewollt wenig Eigengeschmack haben, verlieren auch ihren ursprünglichen Charakter.
Die heute verfügbaren Gewürzmischungen sind auf Faser-Pute, Minutensteak mit Wassernote und fade Hühnerbrust ausgelegt. Nicht anders sieht es mit den Wildgewürzen aus dem Kräuterregal aus. Die mit …



