Klirrende Kälte, endlose Schneeflächen und mächtige Moschusochsen – so erlebt Pedro Ampuero Grönland von seiner wilden Seite. Mit Inuit zieht er auf Schneehasen, Schneehühner und natürlich die urzeitlichen Riesen der Arktis. Übersetzung: Bernd Helbach
Es ist später Abend, als unser Flugzeug in Sisimiut aufsetzt. Die Stadt liegt rund 50 km nördlich des Polarkreises an der Westküste Grönlands und zählt gerade einmal 5 500 Einwohner. Die Stadt liegt in einer Landschaft, die auf den ersten Blick kaum lebensfeindlicher sein könnte: Schnee, Eis, Felsen, Moose und Flechten, dazwischen höchstens kniehohe Sträucher. Große Teile Grönlands liegen ohnehin unter einem gewaltigen Eispanzer. Doch genau diese scheinbar leere Landschaft steckt voller Leben. Eigentlich bin ich wegen der Moschusochsen hier. Doch bevor es auf die eiszeitlichen Riesen geht, möchte ich eine ganz andere Seite der grönländischen Jagd kennenlernen.
Mein Pirschführer erzählt mir von Schneehühnern und Polarhasen – und schon ist mein Interesse geweckt. Am nächsten Morgen soll es …





