Fastenbrechen - Wilde Hunde
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DIE SUPPE DANACH

Jagen war und ist Nahrungserwerb. Das bedeutete früher viel Arbeit für die ausgehungerten Jäger. Im kleinen Jägerrecht ist vielleicht erhalten geblieben, dass sich die Erleger vor dem Heimtransport erst mal stärkten. Zeit, diese archaische Tradition wieder aufleben zu lassen!

Joe Vogel

Am Ende der Fastenzeit gibt es heute noch in manchen Ländern den Brauch, dass nach einmonatigem Darben spät nachts eine Suppe aus Innereien, meistens vom Schaf, gegessen wird, bevor am nächsten Tag die Völlerei am Grillspieß beginnt. Damit soll der Körper wieder an feste Nahrung gewöhnt und gestärkt werden. Tatsächlich sind Innereien nicht nur lecker, sondern Energieträger par excellence.
Besonders die Leber hat einen hohen Nährwert. Sie enthält im Gegensatz zu Muskelfleisch eines: Kohlenhydrate. Diese werden erheblich schneller als Muskel- oder Fettgewebe in Energie umgesetzt. Wahrscheinlich war die frische Leber der Beute eine gängige Blitzstärkung steinzeitlicher Jägerkulturen. Wurde sie verspeist, war sofort Energie da, um das Stück mit Feuersteinäxten in handlichere Teile zu zerlegen und viele Kilometer bis nach Hause zu schleppen. Davon abgesehen übersteht sauberes Muskelwildbret den Transport bei Temperaturen unter 25 Grad Celsius auch über einige Tage ganz gut. Die Organe wären dann aber längst übel stinkender Glibber.
Ein Ansitz mit der Büchse ist zwar nicht ganz so anstrengend. Dennoch ist es ein besonderes Erlebnis, die noch warmen Organe unmittelbar nach dem Aufbrechen mit Wildkräutern zuzubereiten, während das frisch erlegte Stück auskühlt.

WILDE HUNDE – Das neue Jagdmagazin für den Jäger von morgen.
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