Lea jagt mit Harris Hawk, Sakerfalke und drei Frettchen. Die 29-jährige Jägerin lebt für ihre Greifvögel und zeigt, dass ein jahrtausendealtes Handwerk alles andere als von gestern ist. Falk Kern
Lea Leismann ist 29, Jägerin, Falknerin und ziemlich genau dort angekommen, wo sie immer hinwollte. Wer sie kennenlernt, merkt schnell: Die Frau verstellt sich nicht. Klare Worte, klare Haltung und eine direkte Art, die sie selbst als „Ruhrpottschnauze“ beschreibt. Nicht laut oder grob, sondern ehrlich und geradeaus.
Dabei hatte sie ursprünglich weder mit Jagd noch mit Falknerei etwas zu tun. Kein familiärer Hintergrund, keine Tradition, kein Jagdschein in der Verwandtschaft. Nur diese eine Faszination, die sie schon als Kind nicht losließ: Greifvögel. „Ich konnte nie genau erklären, warum“, sagt sie. „Aber die haben mich einfach gepackt.“
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin bekam diese Begeisterung noch eine tiefere Bedeutung. Für beide wurde der Adler zum Symbol ihrer. Freundschaft – für Freiheit, Stärke und Zusammenhalt. Als Jugendliche trugen sie entsprechende Anhänger und Armbänder. Dann änderte sich alles …



