Spätestens seit der Handball-Europameisterschaft ist der Hüne vom VfL Gummersbach, Tom Kiesler, für Handballfans eine Galionsfigur. Wenn der Oberbergler nicht auf der Platte steht, ist er im Wald zu finden. Falk Kern
„Huntin’, fishin’ and lovin’ every day“, dröhnt es aus dem Pick-up. Country-Star Luke Bryan steht auf der Playlist. Tom wippt leicht mit dem Kopf im Takt, während der Wagen über Schotterpisten ruckelt. Hier, zwischen Bäumen, Feldern und Suhlen fühlt er sich zu Hause – sein Lieblingsort neben den Bundesliga-Hallen. „Schon als Kind hat mich der Wald fasziniert. Schon mit 14 hat mich mein Onkel oft mitgenommen. Er hat mir alles gezeigt und erklärt. Damals war mir schon klar: Das willst du auch machen“, erzählt der 24-Jährige lachend. Seit drei Jahren hat er den Jagdschein, vorher war es einfach zeitlich nicht drin.
Training, Spiele, wieder Training und die Fokussierung auf die sportlichen Leistungen standen einem Grünen Abitur im Weg. Der 1,91-cm-Mann, linker Rückraumspieler beim VfL Gummersbach mit der Rückennummer 30, ist ein echtes Eigengewächs. Vom Jugendteam über die Zweitligamannschaft ab 2019/20 bis hin zum Bundesligaaufstieg 2022 kennt er jede Facette seines Vereins. Die Verbindung ist familiär: Schon sein Großvater spielte für den VfL und ziert das erste offizielle Teamfoto der Klubgeschichte. In der Bundesligasaison 2025/26 stehen für Kiesler …



