Das Frühjahr steht im Zeichen der Rehjagd. Es gibt kaum eine andere Jahreszeit, in der so viel Bewegung im Bestand ist. Wenn du sie zu nutzen weißt, winkt ordentlich Beute.
AUFKLÄREN UND ZUSCHLAGEN
Wer mit dem Sprießen des ersten Grüns Anfang März im Revier unterwegs ist, wird feststellen, dass die Rehe aktiv werden. Meist stehen sie auf der Saat oder auf Wiesen in Sprüngen und kleinen Familientrupps, bestehend aus der Ricke und ihrem letztjährigen Nachwuchs, der im April zu Schmalreh und Jährlingsbock wird. Die jungen Böcke tragen noch Bast, aber du nkannst schon gut erkennen, ob es ein guter oder eher ein geringes Böckchen ist. Auch die Schmalrehe lassen sich in diesen Trupps körperlich gut in ihrer Wildbretstärke vergleichen.
Tipp: Beobachte aus der Ferne, merke dir die Stücke und zeichne deinen Anblick auf. Schau, ob dort passende Ansitzgelegenheiten stehen, und suche diese Sitze mit Beginn der Jagdzeit bei passendem Wind gezielt auf.
EINSTÄNDE IDENTIFIZIEREN
Im Frühling suchen, markieren, und verteidigen Böcke ein Revier. Dann werden Nebenbuhler, zumeist jüngere Rivalen oder Jährlinge, durch die Gegendgescheucht. Der territoriale Bock ist dann permanent in seinem Beritt unterwegs, hinterlässt eine Menge Fege- sowie Plätzstellen und vertreibt Eindringlinge. Wenn du dir den Spaß machst, gefundene Plätzstellen auf einer Revierkarte einzuzeichnen und die jeweils naheliegendsten Fegepunkte auf der Karte mit einem Strich verbindest, ergeben sich …



